Projektidee, Organisation und Management:
Engelbert Eichner
Location: Salzburg, Stadtkinosaal
Datum: 14.-15.10.1997
Art des Projektes: Konzert
Besonderheiten: Konzertdebut des Carmina Burana
Chors Salzburg, eigene CD-Produktion
Sponsoren: Salzburger Sparkasse Bank AG,
Sony DADC Austria
Medienpartner: Salzburger Nachrichten,
Radio Salzburg
"Carmina Burana war für mich ein Experiment. Ich habe versucht zu demonstrieren, daß in Salzburg neben der exalterierten ultrakonservativen eingekauften Festivalkultur nebst ihrer auf Kommerz und touristischer Vermarktung angelegten Konzertkultur eine uneingenommene, nicht domnestizierte, im wahren Sinn des Wortes bürgerliche Musikkultur existiert, die es sich lohnt zu entwickeln und zu fördern. Deshalb suchte ich mir meine Sänger 'von der Straße'. Es waren alles Laien größtenteils ohne stimmliche Technik mit großem Enthusiasmus und viel Energie. Es war eine wunderbare Erfahrung für uns alle."
Carmina Burana war ein Start-up Projekt. Am Anfang gab es bloß die Idee, "etwas zu tun". "Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, Carl Orffs wahrscheinlich bekanntestes Werk mit einem noch zu gründenden Chor und einigen Musikstudenten vom 'Mozarteum' aufzuführen, um zu demonstrieren, daß es möglich ist auch mit größtenteils Laien ein hohes musikalisches Niveau zu erzielen."
"95% der Arbeit mußte ich selber tun: Ich kopierte alle Noten für die Musiker, organisierte die Probenräume, schaffte es Subventionen von Stadt und Land Salzburg für das Projekt zu bekommen, suchte Sponsoren und baute den Kontakt zu den Medien auf, um eine gute Publicity für das Projekt zu erzielen."
Innerhalb von drei Wochen wurde der "Carmina Burana Chor Salzburg" gegründet. Dazu wurden Flyer und Postkarten in der ganzen Stadt verteilt, um freiwillige Mitwirkende für das Projekt anzusprechen. Am Ende hatte der Chor über 50 Mitwirkende, wovon das jüngste Mitglied 16, das älteste 72 Jahre alt war.
Während der Proben entwickelte sich der Chor zu einem hochmotivierten, geradezu enthusiastischem Ensemble.